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Wie sagst du das?

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Laut Gesetz ist in Österreich jeder zwischen 0 und 99 Jahren eine potentielle Organ-Spenderin und Spender. Da das Gesetz, hier die Realität: Wie sagst du das einer Mutter, einem Vater, Geschwistern, Frau, Mann, die eben erst die Todesnachricht von ihrem liebsten Angehörigen erhalten haben?
Es ist gerade ein Leben erloschen und gleichzeitig kann ein anderes mit einer gespendeten Leber, Lunge, Niere, Herz gerettet werden. Kommunikation in der größten Ausnahme-Situation. Jedes Wort zählt in diesem Moment. Auch mich als Trainerin wühlt das Thema auf: Hirntod. Herz-Kreislauf-Stillstand. Explantation. Transplantation. Nach zwei Trainings-Tagen in Kärnten fahre ich wieder müde zurück.
Meine erste Frage zu Hause: “Schatz, wie stehst du eigentlich zum Thema Organ-Spende…?”

Führungskraft als Beruf und Berufung

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Den Beruf „Führungskraft“ gibt es nicht. Das macht ihn schwer.

Für beide Seiten: Für die Führungskraft und für das Team.

Hier die Top 3 Herausforderungen aus meinen Workshops:

1.Wie spreche ich Negatives an?

2.Wie gehe ich mit für mich schwierigen Emotionen um?

3.Wie bleibe ich authentisch?

Spannende Untersuchung: Mitarbeiter, die kurz davor entlassen worden sind, gaben an, dass sie es weniger getroffen hat, dass sie ihren Job verloren haben, sondern die Art und Weise, wie es ihnen gesagt worden ist.

Die letzten Monate habe ich neue Schwerpunkte für Führungskräfte entwickelt. Gute Kommunikation hilft allen. Eine win-win Situation, denn sie ist erlernbar.

©NÖ LGA

Es braucht mehr als Fachexpertise

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Ist Kommunikation weiblich? Ja & Nein!
Immer mehr erkennen, dass es nicht mehr reicht, nur fachlich gut zu sein. Wie in Konfliktsituationen souverän kommunizieren? Intensiv-Workshop für das Referat für Frauenpolitik der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. Ein Wochenende voll Power, Erkenntnis & Gewinn.

Willkommen in der Notfallmedizin!

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2 Minuten 2 Millionen. Die TV-Show kennen und mögen viele.

Wie lange Zeit hat eine diplomierte Pflegekraft in der Zentralen Notaufnahme, um mit dir das Erstgespräch zu führen, ob du tatsächlich ein Notfall bist, oder nicht? 2 Minuten.
Konfliktpotential pur: Das subjektive Gefühl, ICH bin jetzt der wichtigste Mensch, weil es geht um meine GESUNDEIT und SCHMERZEN trifft auf die bittere Realität des Krankenhaus-Alltags. Wer nimmt geduldig 3 bis 4 Stunden Wartezeit in Kauf, oder lässt sich ohne Widerstand sagen, dass das kranke Kind in diesem Krankenhaus nicht behandelt wird, wenn man sich im Recht fühlt und emotional aufgewühlt ist?
Mutter Teresa oder ein Heiliger vielleicht. Mit Heiligen kann ich persönlich wenig anfangen.
Woran ich fest glaube: Worte wirken Wunder. Besonders in der Notfallmedizin! Soeben wieder zwei volle Tage im Training mit jenen Pflegekräften, die tagtäglich an der Krankenhaus-Front sind, erlebt.

Eine kranke Kommunikation

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Schon verrückt, dass ausgerechnet in der Medizin, die uns Menschen gesund machen soll, die Kommunikation so krankt. Mehr als jeder Zweite empfindet sie als gerade mal ausreichend. Viel zu wenig für ein Umfeld, in dem geheilt und geholfen werden soll. „Zuerst heile mit dem Wort“, sagte der griechische Gott der Heilkunst, Asklepios. Eigentlich hat dieser Satz noch immer Gültigkeit. In Sachen Kommunikation ist anno 2025 noch sehr viel zu tun. Für Patienten. Und für all jene, die selbst in der Medizin arbeiten.

Britta Blumencron