
Es begann mit Beobachten. Viele Stunden beobachtete ich demenzkranke Heimbewohner in ihrem täglichen Tun. Ich wollte mehr von ihnen erfahren. Bei einem meiner Heimbesuche, ich war an jenem Tag im Haus der Barmherzigkeit Stephansheim in Horn, rollte Frau Holzinger auf mich zu. „Na so ein Zufall, dass wir uns treffen! Sagen Sie, sind sie jünger als ich?“ Maria Holzinger war zu dem Zeitpunkt 91. Wir unterhielten uns lange. Inzwischen weiß ich: Demenz hat so viele unterschiedliche Gesichter. Fröhlich, traurig, kindlich, aggressiv, depressiv, weise. Und es gibt nicht die eine Kommunikations-Technik im Umgang mit demenzkranken Menschen. Gestern rief ich Frau Holzingers Sohn an, ob ich ihr Foto verwenden darf. Sie ist vor kurzem im 92. Lebensjahr gestorben. Ihr charmant-verschmitzter Gesichtsausdruck bleibt mir in Erinnerung. Was mir auch bleibt, ist die Erfahrung, wie Theorie & Praxis in der Kommunikation zu verbinden. Danke für die vielen Gespräche!
Foto: HdB Stephansheim

Ernstgemeinte Frage: Was bringen Kommunikationstrainings wirklich?
Die Sprache beeinflusst den Körper.
