Schreckgespenst Patienten-Triage

Tatsächlich werden in unseren Notaufnahmen tagtäglich Patienten nach Dringlichkeitsstufen triagiert. In drei Minuten Erstgespräch muss die Einschaetzung erfolgen.

Schreckgespenst Patienten-Triage. Viele Menschen glauben, dass es sich bei der Triage um eine
Entscheidung zwischen Leben und Tod handelt, sprich, welcher Patient noch eine medizinische
Behandlung bekommt und welcher nicht. Tatsächlich aber werden Menschen in unseren
Notaufnahmen tagtäglich nach Dringlichkeitsstufen triagiert. Ein Routineprozess und die
Ersteinschätzung machen die Pflegekräfte.
Was schätzen Sie, wieviel Zeit eine Pflegekraft für das Erstgespräch mit dem Patienten hat?
Durchschnittlich drei Minuten. Danach muss sie entscheiden, wie rasch der Patient in der
Notaufnahme behandelt wird. Wird er in der Dringlichkeit nach hinten gereiht, sind 90 Minuten
Wartezeit normal.
Die Triage ist ein wichtiges Werkzeug in der Notaufnahme. Der Druck, dem Pflege und Patienten hier
gleichermaßen ausgesetzt sind, ist enorm. Ein Fehler in der Kommunikation kann fatale Folgen in der
Einschätzung haben. Diese Woche habe ich live mit Pflegekräften aus fünf Wiener Krankenhäusern
erleben dürfen, was die richtigen Fragen und passenden Worte in nur drei Minuten Gesprächszeit
bewirken können.

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